"Where is the road to the road?
And where are we, the marching on the footpath of the present
tense, where are we?"
And where are we, the marching on the footpath of the present
tense, where are we?"
[Mahmoud Darwish, from A Noun Sentence, trans. Fady Joudah]
Hallo Du! - [Hallo Ich!]
Du starrst mich so unumwunden mit deinen großen dunklen Augen an als würdest du mir gleich etwas Wichtiges sagen wollen.
Als glaubtest du noch, mit deinen winzigen Händen, die ganze Welt (BE)greifen zu können.
Als liege dir nicht nur der ordinäre Sandkasten zu Füßen, nein!, sondern die ganze ungläubige, unerträgliche Weite des Horizonts.
Du! Mit noch wackeligen Beinen stemmst du dich empor, den wachsamen Blicken dieser "Erwachsenen" trotzig begegnend, und machst dir doch nicht einen Hauch aus deren Umtriebigkeit mit der Welt. Aus den lawinenförmigen Zumutungen des Lebens, die du noch nicht kennst.
Besser so! möchte ich meinen.
Und doch will ich dir, du verdammtes Unschuldswesen, eine, nur eine einzige Frage stellen:
Glaubst du, schläfriges Kind des Abgrunds, noch an die Unendlichkeit?
Heute?
Hier?
Im vergeblich-verdichteten Nebel der wütenden Halbtöne?
Im rostigen Chaos der zerfetzten Drohungen?
Im nackten Tumult der hohlen Fiktionen?
"Durch mein beständiges Mich-wieder-Zusammensetzen habe ich mich zerstört."
Pessoa, der finstere LebensVerweigerer, er kennt die-meine heruntergekommene Verlorenheit in der wirklichen Unwirklichkeit.
Ja, er hat sie leibhaftig mit(er)tragen, sie als ironischer Zuschauer seiner Selbst mit Punkt und Komma gekrönt.
Und ihm gleich, erfahre ich meine eigene Lei(b)dlichkeit als beklemmenden Fremdkörper nur.
Und mir fällt nichts Besseres ein, als einem kleinen arglosen Wesen dämliche Fragen über das Leben zu stellen!
Shut the fuck up!
[A Letter to Myself.]


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