Ich könnte diese Tour immer und immer wieder machen!!
Dieses Stückchn Erde - von der blendend weißen Salzfläche bis hinunter in die Schneehauben besetzten, rotgefärbten Gigantismus-Berge nahe der chilenischen Grenze - ... es hat solch unglaubliches WOW!-Potenzial!
Von karger Wüste, bizarren Steinwäldern, trockenen Staubpisten, putzigen Kugelkakteen, Schiefergedöns, überpinken Flamingo-Lagunen - colorada oder auch nicht -, schneedampfenden Vulkanen bis hin zu fontänensprühenden Geysiren inmitten bibberkalter Schneegrieselverwehungen, glitzernden Reifkristallen an verschwörerisch atmenden Aguas Termales, sonnenverspiegelten Wasseroberflächen, zur Ewigkeit versteinerten Fantasie-Arizona-Liken-FelsGesichtern.
FUCKIN' AMAZING!!!
ErdtonRot-Kristallweiß-Jadegrün-Überblau-TeenieRosa ... Jedes nur erdenkliche Farbspektrum, jede nur mögliche Formation ... alles in höchster Konzentration gebündelt, alles in permanenter Veränderung.
Und mittendrin unser Toyota Landcruiser, der seine flammende Staubwolke gekonnt hinter sich herzog!
Und wenn es Nacht wurde, dann wurden die kuscheligen Alpaca-Socken rausgekramt - eisiger Wind wehte um die Hütten während der klarste, überunendlichste Milchstraßen-verzierte Sternenhimmel seine magische Dimension offenbarte.
Soviel WEITE. Soviel Menschenleere. Soviel Platz zum Offroad-Rumcruisen!
Ok. Es war stockduster. In der Nacht an der Laguna Colorada. Und es ging mehr um "Where the fuck is the damned road?" als um lichtem Fahrspass. Aber dieses smoothe Gefährt unter meinem Hintern zu spüren und im schmalen Scheinwerferlicht über die Holperpisten zu manövrieren .... YES MAN!!!! Mehr Moment ging nicht!!!
Und natürlich die Salar de Uyuni - ein einzigstes Wolken-Himmel-Arrangement. Wie ein unendlich-reflektierender OZEAN, der den Horizont regelrecht aufzufressen schien. Nicht ersichtlich, wo Salzfläche aufhört und wo Himmel anfängt. Dieser SpiegelGigantismus - er machte mich still und staunend.
Sicher nicht erst seit diesen drei Tagen habe ich dieses oft so karg-triste, und dann wieder erstaunlich-bezaubernde Bolivien in mein oft so zugemauertes Herz geschlossen.
Doch diese Tour, sie hat mir einen bisher noch nie geahnten Zauber dieser Welt offenbart.
Und kaum sitze ich höchst-eingequetscht im Bus von Uyuni nach Potosí, geht das erhabene LandschaftsKaleidoskop in die nächste Runde: Warum trifft mich das immer nur so "unvorbereitet"??!!:-)
Bolivien - das Land des lahmsten Internets, der kleinsten Männer, hausmütterlichst-unattraktivsten chicas. Das Land der kargesten Obststände, der windigsten Häuserecken und des tristesten Ortes überhaupt [Uyuni um 5:15 Uhr in der Frühe - die Unfreundlichkeit in "Person"!!].
Bolivien - wo die Zigaretten zum Billigstpreis hinterhergeschmissen werden, wo ne fünfstündige Busfahrt gerade mal umgerechnet drei Euro kostet, wo es die kuscheligsten Baby-Alpaca-Ponchos zu kaufen gibt, wo das Brot scheußlich trocken ist (wie überall in Südamerika eigentlich).
Bolivien - voll wettergezeichneter Gesichter, überbunter FolkloreTrachten, kleiner Mütterchen, die auf ihrem Rücken mehr tragen als ich es bei jedem Ortswechsel tun muss, voll macho-gegelter Typen, komischem Schuhwerk und der besten QuinoaSuppe der Welt!!!
BOLIVIA - ESTOY ENAMORADA DE TÚ!!!!
[ "Leider" habe ich mal wieder vielzuviele Pixx geschossen, und da - wie bereits erwähnt - das WWW mehr schlecht als recht auf meine Befehle reagiert - habe für eine handvoll Emails und drei Fotos hochladen seit 9:00 Uhr morgens gesessen!!! - naja, jedenfalls: Es wird noch eine ganze Weile dauern, bis alle Bilder, die diese letzten drei Tage vielleicht ansatzweise wiedergeben können, online gehen. Sorry dafür. ]
Bis zum näxten Impressiv-Bericht,
Euer bolivien-verrückter G.fish
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